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Ganzheitliche Gartengestaltung mit FENG SHUI

„Der Mensch und seine Umwelt sind eins“ sagt sinngemäß ein altes chinesisches Sprichwort. Eine harmonische Gestaltung nach den Kriterien von Feng Shui – der Weg des Windes und des Wassers (Feng = Wind, Shui = Wasser) bietet dafür ein ganzheitliches Konzept. Dabei handelt es sich um eine Jahrtausende alte Harmonielehre des gesunden Wohnens und Lebens, die der menschlichen und spirituellen Entwicklung dient. So gibt es eine Reihe von Faktoren, die ein Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden bewirken: Die räumliche Struktur, wie etwa großzügige oder enge Raumaufteilung, die Möbel und ihre Stellung, das Licht, die Farben und auch die Pflanzen. Aber es sind nicht nur die Faktoren, die innerhalb eines Gebäudes wirken, sondern auch die äußere Struktur eines Gebäudes und des Gartens oder Umfeldes, das es umgibt.

In der Philosophie des Feng Shui wird das Wohn-Haus ganzheitlich als menschlicher Körper wahrgenommen und behandelt. Die Eingangstür steht im übertragenen Sinne für den „Mund“, durch den die Hauptenergie ins Haus hineinfließt und das gesamte Gebäude mit Energie versorgt. Die Fenster entsprechen den „Augen“ und der Kamin der „Nase“.

Das dazugehörige Umfeld wie auch die Gestaltung des Gartens werden als Erweiterung dieses Körpers gesehen. Eine wirklich ausgewogene Gesamtgestaltung bezieht somit sowohl das Gebäude, als auch das Umfeld mit ein. Der Garten ist dabei als seelisches Erfahrungsfeld zu sehen, daher gibt es kein richtig und falsch. Alles hat seine Entsprechung. In der historischen Gartenkunst suchte man das Paradies im Außenraum zu schaffen. Doch dies reichte nicht aus. Es ist der Zusammenklang von Innen- und Außenraum, der zählt.

Allerdings wirkt sich bereits eine ausgewogene Gestaltung des Gartens positiv auf die gesamte Wohnatmosphäre aus, weil dadurch das äußere Umfeld zu einem unterstützenden und ergänzenden Rahmen zu den inneren Räumlichkeiten wird. Schon die ausgewogene Gestaltung Ihres äußeren Lebensraum wirkt sich positiv auf die gesamte Wohnatmosphäre aus: Ihr Umfeld wird zu einem unterstützenden und ergänzenden Rahmen Ihrer Räumlichkeiten. Der Garten selbst wird zur Kraftquelle, „klingendes Stück Natur“, an der Sie sowohl im Sommer als auch im Winter auftanken können!

Der Genius eines Gartens

Die Gesamtheit aller im Garten wirkenden geistigen Kräfte, inklusive ihrer eigenen, nennt man „Genius Loci ihres Gartens“. Wenn Sie diesen Genius Loci erspüren wollen, treten Sie innerlich ein, zwei Schritte zurück und betrachten Sie ihren Garten von oben. Machen Sie eine Gedankenreise durch Ihren Garten: Durch seine Grenzen, seine Gestaltung, seine Atmosphäre, seine Schwächen und Stärken, seine Bedeutung für Sie, wohin es Sie in ihrem Garten treibt, worauf ihr Focus im Garten gerichtet ist.

Harmonie im Garten durch Feng Shui

Der ideale Feng Shui Garten strebt das Gleichgewicht seiner einzelnen Elemente an. Dadurch manifestiert sich die Idee des steten Wandels aller Elemente. Der harmonische Fluss aller Energien wird möglich. Der Feng Shui Garten besitzt eine besondere Atmosphäre: Yin = Spannung und Yang = Ausgeglichenheit stehen dabei im Wechsel. Yin bedeutet „Region der Dunkelheit“ und Yang „Region des Lichtes“. Auf die Landschaft bezogen stellen Yin Täler und Niederungen dar, Yang wird durch Hügel symbolisiert. Yin steht auch für die nach Norden gerichteten dunkleren Hänge und Yang für die sonnenbeschienenen Bergseiten. Yin im Garten wird durch blühende Pflanzen und Blumen, Gräser und runde Wuchsund Blattformen, geschwungenen Pflanzbeete, sowie Findlinge und geschwungene Wege und Kiesflächen dargestellt. Das Yang findet sich in dem Immergrün der Bepflanzung, geraden Weganordnungen, dichtem Gehölz.

Elemente im Außenbereich, die auf den Garten einwirken

  • Baulichkeiten wie Türme, Bäume, Hügel, Eisenkonstruktionen, Masten
  • Einbauten im Garten wie Sonnenschirme. Grill, Bäume, Obst, Gemüse, Klinkerbelag, Rundwege, Teich, Wasserfälle, Swimmingpools.

Eingangsbereich/Zugang zum Gebäude

Dem Zugang/Eingang wird im Feng Shui eine große Bedeutung beigemessen. Der Eingangsbereich eines Wohnhause bzw. Gebäudes ist die Visitenkarte der jeweiligen Bewohners. Hier tritt die Philosophie der Bewohner nach außen. Mit dem ersten Eindruck wird auch das „Innenleben“ des Gebäudes assoziiert. Rechts und links neben der Eingangstür platzierte „Türwächter“ stärken und unterstützen. Die Himmelsrichtung bestimmt dabei das Element der Eingangstür. Bei einem Wassereingang (Norden) werden z.B. zwei Buchskugeln, Lavendelstämmchen oder Lavendelpflanzen in runden blauen Keramik- oder Blechpflanztöpfen Höhe ca. bis 60 cm für eine noch einladendere Gestaltung und zur Unterstützung eingesetzt. Wichtig ist, die Pflanzen in Augenhöhe wahrzunehmen und sich nicht dem „Blick = Energiefluss“ beugen zu müssen. Den einzelnen Komponenten werden dabei unterschiedliche Energiequalitäten zugeordnet, die wiederum mit den fünf Elementen und den Himmelsrichtungen assoziiert sind. Steine, Pflanzen, Gefäße, Wasser und Skulpturen werden nach den Prinzipien des Ba Gua angeordnet. Das ist ein Raster aus neun Zonen, von der jede auf ein Lebensthema/Arbeitsbereich einwirkt. Legt man das Ba Gua etwa über ein Grundstück, kann man erkennen, wo welche Lebensbereiche angesiedelt sind und wo Herausforderungen und Defizite bestehen, die man gemeinsam beheben kann.

Dem Ba Gau entsprechend werden den Sektoren dominierende Farben und Elemente zugeordnet. Die kräftigsten Farben, die Rottöne, finden sich im südlichen Sektor, der mit dem Elemente Feuer verbunden wird, Orange im Südwesten, zurückhaltend Grün im Südosten und Osten, dem Element Holz. Das Wasserelement im Norden entspricht dem Blau und Wasser. Das Gelb im Nordosten wird mit dem Element Metall des Westens und Südwestens verbunden. Hier wird auch viel Grau und Weiß eingesetzt (Findlinge und Gräser).

Grundstücksformen

Im Feng Shui werden Landschafts- und Grundstücksformen assoziativ wahrgenommen und interpretiert. Sie werden über die energetisch günstige Form des Rechtecks hinaus assoziativ beurteilt und unterstützt.

Ausgleichen ungünstiger Grundstücksformen und -grenzen

Energie lässt sich durch verschiedene Maßnahmen lenken, wie etwa durch Wege, Straßen und Wasserläufe, Licht in und um das Haus oder die Verwendung von Pflanzen nach feinstofflichen Gesetzmäßigkeiten. Dies sind nur einige Möglichkeiten, den Energiefluss zu lenken.

Um einen Ort, insbesondere in der freien Natur, zu beleben, können wir das Mandala auflegen oder es mit Steinen und Kristallen nachbilden. Ziel ist es, die Energien dieses Ortes wieder zum Fließen zu bringen.

Geomantische Störfelder

Darunter versteht man physikalische Strahlungsphänomene, die zu gesundheitlichen Störungen führen können. Auslöser sind beispielsweise unterirdische Wasseradern und Knotenpunkte von elektro- und magnetischen Gitternetzstrukturen. Sensitiv veranlagte Menschen reagieren auf Erdstrahlen. Messbar sind diese Strahlungen bislang mit Hilfe des Rutengehens. Auch hier kann man mit den Prinzipien des Feng Shui entscheidende Linderung erlangen.

Anna-Katharina Buse

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Quelle: BALANCE 3/2007

 

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