Balance1
Balance2

Abenteuer Sehen

Die Geschichte des Sehtrainings

Klares Sehen kann gelernt werden und führt gleichzeitig auf eine spannende Reise. Denn über die neuen Sehweisen und Perspektiven, die wir dadurch gewinnen, verändert sich auch die Sicht auf uns selbst und die Welt. Schon seit einem Jahrhundert nehmen ganzheitliche Sehtrainer neben den körperlichen Aspekten des Sehens auch die mentalen und emotionalen Hintergründe in den Blick.

Die Ursprünge des Sehtrainings, wie die Idee des amerikanische Augenarztes Dr. William Bates möchte ich als einen Samen bezeichnen, der jetzt bald 100 Jahre auf fruchtbarem Boden gedeihen konnte. Die Pflanze, die daraus gewachsen ist, hat viele verzweigte Äste entwickelt und bietet eine Vielfalt an Methoden. Unter den Sehtrainern haben sich starke Netzwerke und fruchtbare Austauschforen und Möglichkeiten der Professionalisierung entwickelt, die immer die Entfaltung der Sehkraft und gesunde Augen im Blick haben.

Der Pionier des Sehtrainings William Bates

Der amerikanische Augenarzt Bates (1860-1931) verfolgt einen ungewöhnlichen Gedanken: „Können Augen eigentlich immer nur schlechter werden, oder können sie auch besser werden?“ Bates denkt über die Brille hinaus, erweitert seinen Blickwinkel und fragt sich: „Ist es nur die Brille, die bei einer Fehlsichtigkeit hilft oder gibt es noch etwas anderes? Dieser Idee widmet er 40 Jahre intensive wissenschaftliche Forschungsarbeit über das Auge und den Sehprozess und veröffentlicht dann sein Werk „Rechtes Sehen ohne Brille“. Er verschreibt einem Kind von Freunden eine Brille mit dem Satz: „Trage Deine Brille nur, wenn Du musst und gib Deinen Augen Freiheit, sooft Du kannst. Erweitere deinen Blick, lass ihn zu beiden Seiten der Landstraße dahin schweifen, über jeden Heuschober, zähle jeden Tag wie viele davon du überblicken kannst.“

Bates beschreibt den Zustand eines Menschen mit guten Augen wie den Zustand eines gut trainierten Sportlers. Trotz hoher körperlicher Leistung braucht der Sportler ein entspanntes Zusammenspiel von Geist und Körper, was man bei den Spielen der Weltmeisterschaft 2010 sehr gut beobachten konnte, nach dem Motto: „Locker gespielt ist halb gewonnen“.

Von dieser Perspektive ausgehend, ist es  offensichtlich, dass Stress jeder Art auf die Augen schlägt. Dazu gehört Stress durch Arbeitsdruck, Zeitknappheit und stundenlange PC-Arbeit, emotionaler Stress, wie z.B die Pflege oder der Tod naher Angehöriger, Trennungs- und Scheidungssituationen und vieles mehr.

Bates geht es weniger um Training oder Gymnastik als willkürliche Handlung, sondern darum, durch Entspannung die Sehtätigkeit zu erhöhen, damit Auge und Gehirn optimal zusammenarbeiten können. Wenn laut Bates entspanntes Sehen im Alltag zur Gewohnheit wird, dann kräftigen sich die Augen durch den bloßen Gebrauch, wie auch jedes andere Körperteil gesünder und stärker wird.

Das Auge kann erst dann gesunden, wenn nach seelischen Verletzungen wieder Entspannung eintritt.
Margret Corbett

Nach dem Tod von Dr. Bates 1931 lehrt dessen Schülerin Margaret Corbett (1890-1965), die Methode weiter. Sie ist eine der erfolgreichsten Sehlehrerinnen, die in Los Angeles noch über den zweiten Weltkrieg hinaus die Methode von Bates unterrichtet. Die Übungen von Bates ergänzt sie um die pädagogische Komponente und nennt ihre Arbeit auch Augenerziehung oder die Erziehung zum Sehen.

1930 beginnt sie mit 12 Schülern, 1944 hat sie bis zu 144 Augenlehrer ausgebildet, die überall in Amerika Zweigschulen eröffnen.

Margaret Corbett schreibt in ihrem Schlusswort des Buches „Besser Sehen“: „Jede Sehkraft wird durch Entspannung gesteigert, gleichgültig ob es sich um alte oder junge Menschen handelt. Die Entspannung kann keinerlei körperlichen Schaden anrichten. Sie können diese Methode also ohne Bedenken anwenden. An Ihnen liegt es, sie wirksam zu machen. Bessere Gesundheit, bessere Nerven, ein frischer Geist und ein frisches Auge werden der Lohn sein. Die Sehkraft ist unser kostbarster Besitz und unser wesentlichster Sinn. Schützen Sie darum die Augen vor Spannungen, lernen Sie mit entspannten Geist und Augen zu sehen, dann wird jeder Blick das Augenlicht kräftigen, statt ihm zu schaden.“

Corbett unterrichtet hauptsächlich Hollywood-Schauspieler, unter anderem Aldous Huxley, den berühmten Autor von „Schöne neue Welt“. Huxley erlebt als Schüler von Corbett  enorme Sehverbesserungen und veröffentlicht daraufhin1943 ein Buch mit dem Titel „Die Kunst zu Sehen“.

In den vierziger Jahren ist es sogar Mode, Sehtraining zu machen, auch soll es einen Film geben, in dem die Schauspieler auf ihre Uhr blicken und sagen, „Oh I have to do my Bates eye exercises“ (Oh, ich muss noch meine Bates-Augenübungen machen).

Als die USA in den zweiten Weltkrieg eintreten, schult Corbett die Sehfähigkeit der Männer in der Armee. Ebenso gibt sie Soldaten Augenschulungen, die nur noch einen schwachen Schein nach Kriegsverletzungen wahrnehmen. Corbett sagt zu ihren Erfahrungen mit den Soldaten: „Das Auge ist gegen äußere Einflüsse gut geschützt und hat eine erstaunliche Fähigkeit, sich von äußeren Verletzungen zu erholen, aber gegenüber innerlichen Belastungen durch geistige oder seelische Störungen ist es sehr empfindlich und verletzlich. Es ist keine Seltenheit, dass Augen, die Stich- und Schnittwunden, Verbrennungen oder Kratzer erlitten haben, von selbst wieder heilen.“ Dagegen, meint Corbett, können seelische Verletzungen dem Auge weit mehr schaden und das Auge kann erst dann wieder gesunden, wenn die seelische Entspannung wieder eingetreten ist.

Über die USA hinaus setzt sich die Methode von Bates in den 30er Jahren auch in Deutschland und in der Schweiz durch. Elsbeth Friedrichs, eine Montessori-Lehrerin und begeisterte Anhängerin von Bates, veröffentlicht in Deutschland in der selbst gegründeten Zeitschrift: „Lernt Sehen“ Ausschnitte aus dem Buch „Rechtes Sehen ohne Brille“. Gleichzeitig hat sie 1930 die erste Sehschule ins Leben gerufen und arbeitet intensiv mit Ärzten zusammen. Weitere Sehschulen entstanden in Hennef, Ilmenau, im Tessin und in Locano. Die Sehschulen sind an Kureinrichtungen angeschlossen und geben Menschen die Möglichkeit mehrere Wochen ihre Sehkraft gemeinsam mit anderen zu schulen. Elsbeth Friedrichs übersetzt später dann das komplette Buch „Rechtes Sehen ohne Brille“ von Bates  ins Deutsche.

Die Psychotherapie entdeckt die emotionale Seite des Sehens

Während das Sehtraining durch den zweiten Weltkrieg in Deutschland in den Hintergrund tritt, erfährt die Methode in den 70er/80er Jahren einen neuen Boom. Es ist eine Zeit, in der die ehemaligen Nachkriegskinder beginnen, sich selbst zu reflektieren und eine Therapiewelle in Bewegung kommt.

Diese Weiterentwicklung des Sehtrainings in den 70er Jahren findet ihren Ursprung im Esalen Institut bei Big Sur in Kalifornien. Dort ergänzen Psychotherapeuten und Körpertherapeuten das Sehtraining von Bates um eine weitere Komponente, indem sie die emotionalen Ursachen von Sehstörungen in den Blick nehmen.

Esalen ist die Begegnungsstätte, Lehrstätte und Aufenthaltsort von vielen  bekannten Körper- und Psychotherapeuten. Aldous Huxley ermutigt damals die Begründer des Esalen Institut in Kalifornien, ein Forum für neue Ideen zu schaffen, die das menschliche Potential unterstützt. Therapeuten und Körpertherapeuten wie Fritz Perls, Virginia Satir, Moshe Feldenkrais, Alexander Lowen geben Seminare im Esalen-Institut.

Das Esalen-Institut in Big Sur Kalifornien ist noch heute ein gemeinnütziges Zentrum für humanistisch ausgerichtete Alternativen in der Bildung. Esalen bietet mehr als 500 öffentlicheWorkshops pro Jahr an, zusätzlich finden hier spezielle Tagungen, Arbeitsstudien-Aufenthalte, Forschungsinitiativen und Praktika statt. Es fördert damit heute weiterhin das, was Aldous Huxley das „menschliche Potential“ nennt. Noch heute steht folgender Spruch auf der Kontaktseite des Esalen Institutes:

„Wir sind die Zauberkünstler
Es ist in uns gelegt,
die Welt um uns zu verwandeln,
indem wir die Welt in uns verwandeln.
Nicht was wir sehen, sondern wie wir sehen bestimmt, was wir fühlen.
Der Schlüssel liegt in uns.“

Ullrich Schatter

In der Psychotherapie und Körpertherapie werden folgende Fragen wichtig: Was und wie nehmen wir in unserem Alltag wahr? Was wollen wir sehen? Was wollen wir nicht sehen? Wie sehen wir uns selbst und andere? Was trübt unseren Blick? Was hellt ihn auf?

In Amerika ist Charles R. Kelley (1922-2005) ein wichtiger Wegbereiter für das neue Sehtraining. Charles Kelley beginnt seine Arbeit im Bereich des Sehtrainings als Lehrer der Bates Methode. Nachdem ihm das Buch von Huxley in die Hände fällt, lässt er sich bei Corbett zum Bates-Lehrer ausbilden und studiert gleichzeitig Psychologie.

Kurzsichtige – die Verletzlichen

Bei seiner Arbeit bemerkt er, dass die Mehrzahl der Kurzsichtigen dünnhäutig und leicht verletzbar ist. Gerade dann, wenn sie sich lockern und öffnen und ihre Sehkraft „aufzudrehen beginnt“, sind sie besonders empfindlich, wie Kelley beobachtet. Er sagt seine Arbeit mit stark kurzsichtigen Menschen sei schlimmer als das „Jonglieren mit rohen Eiern“. Intuitiv erfasste er in seiner Praxis, dass die Sehkraft seiner Klienten „aufgedreht“ wurde, wenn er ihr Vertrauen gewann und wenn sie sich emotional entspannen konnten. Aus diesem Grunde interessiert sich Kelley für die emotionalen Hintergründe und findet diese am Besten durch Wilhelm Reich vertreten.

Der Arzt und Psychoanalytiker Wilhelm Reich (1897-1957) ist der Auffassung, dass die Unterdrückung von natürlichen, menschlichen Gefühlen, wie z.B lachen und weinen zu chronischen Muskelspannungen im Körper und in den Augen führen. Er nennt dies muskuläre Panzerung. In seiner Therapie geht es darum, diese Panzer Schicht für Schicht wie eine Zwiebel wieder abzutragen und aufzulösen. Kelley folgert daraus: Wenn der Mensch seine Gefühle spürt und lebt, anstatt sie zu blockieren kann er dem Leben wieder mit neuem Vertrauen begegnen und seine Gefühle leichter zum Ausdruck bringen. Dies hellt seine ganze Persönlichkeit auf und führt zu einem neuen Freiheitsgefühl und klarem Sehen.

Kelley prägt den Charaktertyp des Weit- und Kurzsichtigen

Nach seinen Erfahrungen ist der Kurzsichtige nach innen orientiert, introvertiert, selbstzentriert und als Kind oft schüchtern und zurückgezogen. Körperlich ist der er eher unteraktiv, sitzt viel und hat eine schlaffe Haltung. Der Hals, die obere Brustregion, der Kiefer, der hintere Nacken und die Kopfhaut sind chronisch verspannt.  Energetisch ist der Kurzsichtige schlecht mit seinen Füßen verbunden und steckt oben im Kopf. Die Augen sind gewöhnlich groß-schauend und offen, sprühen und leuchten aber selten. Kurzsichtige weichen dem Blickkontakt eher aus.

Der Weitsichtige Charaktertyp ist nach seiner Beschreibung nach außen und zur Außenwelt gerichtet und als Kind eher bewegungsorientiert. Sein Schulverhalten ist oft problematisch, da der Weitsichtige eher überaktiv ist. Er hat einen gespannten, harten, drahtigen Körper. Die Augen, der seitliche Nacken und der Rücken sind chronisch verspannt. Die Augen scheinen für gewöhnlich kleiner und funkeln bei Wut und schauen den anderen direkt an. Für Kelley hat die Reichanische Körperarbeit in Kombination mit Augenübungen nach Bates das Ziel, die verschiedenen Charaktertypen wieder zu lockern und deren Blockaden aufzulösen, so dass die Lebensenergie im Menschen wieder freigesetzt wird.

Seminare, Ausbildungen und regelmäßige Sehlehrerkonferenzen in Deutschland

Der Diplompädagoge Wolfgang Hätscher Rosenbauer hat in den 80er Jahren das Sehtraining in Deutschland wieder zum Leben erweckt. Während einer längeren Reise nach Sri Lanka 1981 erlebt er überraschende Verbesserungen seiner eigenen Sehfähigkeit. Nach dieser Reise fängt er an, sich mit dem Sehen zu beschäftigen und entdeckt die alten Zeitschriften „Lernt Sehen“ aus den 20er Jahren. Er entwickelt zusammen mit Micha Krenz, der bei Kelly ausgebildet ist, die erste Ausbildung  zum Sehlehrer in Deutschland unter dem Namen „Integratives Sehtraining“, die heute als Augenschule bekannt ist.

1986 organisieren beide die erste Sehlehrerkonfernz in Köln, die bis heute noch alle zwei Jahre wechselnd in Deutschland und im Ausland stattfindet.

Der Diplompädagoge und Kinesiologe Wolfgang Gillessen aus München hat dazu beigetragen, dass bekannte Sehlehrer der zweiten Generation aus Amerika, wie Janet Goodrich, Lisette Scholl und Roberto Kaplan in den 80er Jahren nach Deutschland kommen, um Ihre Methoden zu lehren. Die Psychologin Janet Goodrich (1942-1999) ist besonders über ihre Bücher in Deutschland sehr bekannt und hat viele Sehtrainer ausgebildet.

Ein zentraler Satz von Goodrich ist: „Fange an zu atmen und werde deine Brille los.“ Wolfgang Gillessen erlebt die Seminare von Janet Goodrich als begnadete Eventereignisse: „Es beginnt meist mit viel Gähnen und Lachen. Die Atmosphäre ist von einer unglaublichen Leichtigkeit geprägt, gerade auch wenn es um die Sehspiele geht, denn Janet Goodrich spricht nicht von Augenübungen. Das besondere an ihrer Methode ist die Verbindung von Psychotherapie und Sehspielen.“ Janet Goodrich nennt ihre Methode „Natürlich besser Sehen“ und gibt zahlreiche Seminare auch für Kinder. Sie veröffentlicht zwei Bücher „Natürlich besser Sehen“ und „Spielend besser sehen für Kinder“ , bevor sie 1999 an Krebs stirbt.

Vom Einzelkämpfertum zum lebendigen Netzwerk

Nach meiner Ausbildung und während meiner Arbeit als Sehtrainerin in den 90er Jahren nehme ich die Sehtrainer eher als Einzelkämpfer wahr und weniger in einem Verbund. Sehtrainer zu sein bedeutet Pionier zu sein auf einem Gebiet, dass wenig bekannt ist und deshalb schnell hinterfragt wird. Deshalb beginne ich Sehtrainer zu vernetzten, um einen fachlichen Austausch untereinander zu fördern. Gemeinsame Konzepte z.B  Firmenschulungen zum Gesunden Sehen sind das Ergebnis einer fachlichen Zusammenarbeit.

2001 gründe ich mit  sechs weiteren Frauen den Verein für Gesundes Sehen in Deutschland/Wuppertal, der heute über 100 Mitglieder zählt. Ziel des Vereins ist es, alternative Methoden zur Stärkung der Sehkraft weiter zu entwickeln, eine ganzheitliche Ausrichtung in der Augenheilkunde zu fördern und dieses Wissen zu vermitteln. Die Mitglieder des Vereins vertreten die Haltung, dass Auge, Körper, Psyche und Seele zusammenspielen und sich gegenseitig beeinflussen. Das individuelle Sehpotential soll ausgeschöpft werden und somit für den einzelnen optimale Sehverbesserungen erreicht werden.

Grundlagen der heutigen Sehtrainer sind Augenübungen nach Bates, Atemübungen und Biographiearbeit mit emotionaler Begleitung. Viele Sehtrainer verfügen noch über zusätzliche Qualifikationen, wie z.B Kinesiologie, NLP, Systemische Aufstellungen und Hypnosystemische Kommunikation.

Judith Bolz

Die Autorin

Die Autorin ist Diplompädagogin, Coach und ausgebildete Sehtrainerin bei Hätscher-Rosenbauer und Micha Krenz. Sie hat weitere Qualifikationen als NLP-Master und in der Hypnosystemische Kommunikation am Milton Erickson Institut.

Judith Bolz lehrt seit über 20 Jahren das Sehtraining und ist Expertin für die Stärkung des Seh-Systems durch die Kraft des Unbewussten. Dafür nutzt sie die selbst geschaffene Verbindung von Sehtraining, NLP und hypnosystemischen Ansätzen.

Modulausbildung im Trainernetzwerk

Seit 2010 bieten wir mit verschiedenen Sehtrainern eine Modulausbildung zum ganzheitlichen Sehen in Starnberg, Haan, Frankfurt und Bremen an. Innerhalb dieser Ausbildung können auch einzelne Fachfortbildungen zum Sehen gebucht werden.
Weitere Informationen bei Judith Bolz, Institut für Sehen und Wissen Tel. 0 21 29 / 56 68 04, Am Ideck 28, 42781 Haan (bei Düsseldorf) und unter:
www.vivacreavista.de

klick hoch

Kontakt

Medientipps
Leserbriefe
Impressum

aktuelles Heft

Heft
Heft 4/2016
Seit 1997 zeigen
wir neue Wege auf.

Haftungsausschluss

Datenschutzerklärung

Copyright BALANCE ® online, 2001 - 2016

Balance-unten