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Die Mistel

Viel mehr als nur Weihnachtsschmuck

Neben der Tanne ist zur Weihnachtszeit auch die Mistel (Viscum album) sehr beliebt. Stehen Mann und Frau darunter, dürfen sie sich küssen, sagt der Volksmund. Früher als Allheilmittel anerkannt, sind ihre umfangreichen Heilwirkungen heute z.T. in Vergessenheit geraten. Dabei sind ihre Einsatzgebiete vielseitig. Ob als Stoffwechselaktivator, Blutdruckregulator oder gar in der Krebstherapie leistet die Mistel nachweislich gute Dienste. Als Kaltauszug wird sie überwiegend zur Blutdrucksenkung, bei Herzschwäche und Arteriosklerose eingesetzt. Misteltee steigert die Verdauung und aktiviert den Stoffwechsel. Deshalb wirkt er auch gut bei rheumatischen Beschwerden und gegen Diabetes mellitus. Gegen Kopfschmerzen, Schwindel und zur Nervenstärkung eingesetzt, soll er sogar Epilepsie lindern, die Anfälle würden seltener. Ebenso hilft er, wiederkehrende Fieberkrämpfe bei Kindern zu verhindern.

Frauen unterstützt die Mistel durch ihre blutstillende Eigenschaft im Wochenbett, bei Gebärmutterblutungen sowie bei Menstruationsbeschwerden. Des Weiteren wird ihr ein positiver Einfluss bei Wechseljahrsbeschwerden nachgesagt. Äußerlich als Umschlag oder Bad angewendet, kann der Kaltauszug Ekzeme, Unterschenkelgeschwüre, rheumatische Beschwerden und Krampfadern lindern. Die Früchte zu einer Salbe verarbeitet sollen gegen Erfrierungen helfen.

In der modernen Medizin feiert die Mistel ihre Wiedergeburt als begleitende Therapie bei Krebs. Die homöopathisch-anthroposophisch auf- bereiteten Präparate werden gespritzt und bewirken, dass die Körpertemperatur um ein Grad Celsius erhöht wird, was Fieber gleichkommt. Dadurch wird das Immunsystem unterstützt und Nebenwirkungen der Chemotherapie gemildert. Die Wirksamkeit der Mispelpräparate wurde durch wissenschaftliche Studien bestätigt.

Die Mistel blüht ab Ende Februar und bildet ab September ihre weißen Beeren aus. Diese sind leicht giftig und sollten nicht verzehrt werden. In Deutschland steht die Mistel unter Naturschutz und darf nicht geerntet werden!

Stephanie Rosen

www.meine-heile-welt.de

 

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