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Heiltees

Für Körper, Geist und Seele

Gemeinsam mit dem Apotheker und Heilpflanzen-Experten Jürgen Klitzner hat der TCM-Arzt Prof. (Univ. Yunnan) Li Wu jetzt ein Buch veröffentlicht, das die Erkenntnisse der Traditionellen Chinesischen Medizin mit der europäischen Kräuterheilkunde verbindet. Dabei haben sie festgestellt, dass sich chinesische und europäische Heilkräuter nicht nur ergänzen, sondern sich ihre Wirksamkeit sogar steigern lässt. Anhand von typischen Beschwerden und Symp-tomen werden die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Rezepturen vorgestellt. So ist ein hilfreicher Ratgeber für eine natürliche Heilbehandlung mit den Früchten beider Kulturen entstanden, die zahlreiche Beschwerden bei Erwachsenen und Kindern erfolgreich lindern können.

Tee: Heilpflanze und Genussmittel

Die Ursprünge des Tees sind zweifellos in China zu suchen, wo der Teestrauch Camellia sinensis zunächst als Heilpflanze genutzt wurde, bevor man ihn etwa ab dem 1. Jahrhundert auch als Genussmittel schätzte. Der Anbau verbreitete sich ausgehend von den Klöstern immer weiter, sodass der Tee zunächst nach Korea und Japan, erst Anfang des 17. Jahrhunderts schließlich nach Europa gelangte. Bereits früh ging mit dem Teegenuss eine eigene Teekultur einher, angefangen mit den Teezeremonien in China, deren Rituale später in Japan noch weiter verfeinert wurden. Auch in Europa wird Teetrinken noch heute mit Ruhe und Entspannung assoziiert – ein bedeutender Aspekt, der die heilende Wirkung durchaus verstärken kann.

Systematische Auflistung der Heil-kräuter durch Mönche und Nonnen

Auch in der westlichen Kultur haben sich unsere Vorfahren schon immer der Natur bedient, um ihre Kranken zu heilen oder ihr Wohlbefinden zu verbessern – und das vor allem durch pflanzliche Heilmittel. Es ist den Mönchen und Nonnen zu verdanken, dass eine systematische Auflistung der Heilkräuter stattfand und die Bandbreite und Genauigkeit ihrer Wirkungen spezifiziert und erweitert wurde. Trotz der Fortschritte und Erfolge der so genannten Schulmedizin hat die Natur ihren wichtigen Stellenwert in der Geschichte des Heilens nach einer kurzen Phase des Verdrängens wieder zurückerobert. Denn obwohl die medizinische Entwicklung uns unbestreitbar einen Segen geschenkt hat, wurde den Menschen bewusst, dass die chemischen Heilmethoden auch Nachteile mit sich brachten. Viele besannen sich wieder auf die traditionelle Wirkkraft der Pflanzen.

Boom alternativer Heilmethoden

Heute kann man fast von einem Boom der alternativen Heilmethoden sprechen. Viele Patienten vertrauen auf die pflanzlichen Heilweisen und sehen in ihnen eine schonende, natürliche Form der Behandlung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass aktuell 80 Prozent der Weltbevölkerung pflanzliche Heilmittel innerhalb der grundlegenden medizinischen Betreuung einsetzen. Besonders wertvoll sind sie bei der Behandlung von Alltagsbeschwerden, bei akuten und chronischen Beschwerden. Dank dieser Öffnung zu alternativen Heilmitteln gelangten im deutschsprachigen Raum auch asiatische Heilmethoden immer mehr in den Fokus der Ratsuchenden.

Gegenseitige Verstärkung von Pflanzen zweier Kulturen

Chinesische und europäische Heilkunde haben eine Tradition gemeinsam: Seit Jahrtausenden vertrauen sie auf die Wirkung von Heiltees, Salben und Tinkturen, die sich mithilfe des Suds herstellen lassen. Bisher werden die beiden Teearten in Europa separat und unabhängig voneinander verwendet – man entscheidet sich für den Tee chinesischer Herkunft oder den Tee mit europäischen Kräutern. Doch genau wie sich die Inhaltsstoffe innerhalb einer Pflanze gegenseitig verstärken können, so ist das auch übergreifend zwischen Pflanzen – und mehr noch: zwischen Pflanzen zweier Kulturen – möglich. Die östlichen und westlichen Heilpflanzen sind ein Geschenk der Natur und können sich auf schonende Weise gegenseitig verstärken.

Heiltee-Rezepturen für verschiedene Beschwerden

Es ist ein besonderer Verdienst von Prof. TCM (Univ. Yunnan) Li Wu und Apotheker Jürgen Klitzner, dass sie diese beiden wertvollen Heilmethoden zusammengeführt und in ihrem Buch „Heiltees für Körper, Geist und Seele“ anhand konkreter Rezepturen die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt zu haben. Eine ausführliche Beschreibung der häufigsten Symptome bei Erwachsenen und Kindern zeigt dem Leser, welche Mittel aus der chinesischen und europäischen Pflanzenapotheke am besten helfen.
Zusammen mit übersichtlichen Pflanzensteckbriefen, praktischen Anweisungen zur Dosierung und Einnahme sowie Bezugsquellen liefert der Ratgeber alle Informationen, die zu einer wirksamen, natürlichen Heilbehandlung nötig sind.

Wie Pflanzen heilen

Die Wirk- oder Inhaltsstoffe der Heilpflanzen entstehen während des Wachstums durch den Stoffwechsel der Pflanze und können auf den menschlichen Organismus eine direkte oder eine indirekte Wirkung haben. Bei der indirekten Wirkung dienen sie als Transportmittel für die Wirkstoffe in den Organismus. Die Inhaltsstoffe können sich in der ganzen Pflanze befinden oder aber in einem speziellen Teil der Pflanze, wie der Rinde (Cortex), der Blüte (Flos), den Blättern (Folium), den Früchten (Fructus), dem Kraut (Herba), der Wurzel (Radix), dem Wurzelstock (Rhizoma) oder dem Samen (Semen). Dass viele Pflanzen eine heilende Wirkung entfalten, verdanken sie ihrer sehr komplexen Zusammensetzung. So finden sich in ihnen nicht nur Gerb- und Bitterstoffe, sondern auch ätherische Öle, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie eine Fülle anderer Inhaltsstoffe. Seit Jahrtausenden machen sich die Menschen Pflanzen und ihre Extrakte für die Heilung und das Wohlbefinden zunutze. Heute jedoch hat man die Möglichkeit, die schon aus den alten Schriften bekannten Heilpflanzen nach wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen und sie auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Falsche Verabreichungen können damit immer häufiger ausgeschlossen werden. Damit sind die Pflanzenwirkstoffe sehr genau auf das jeweilige Beschwerdebild anwendbar und einer natürlichen Heilung steht nichts im Wege.

 

Euro-Asia-Teemischungen bei Alltagsbeschwerden

Kopfschmerzen
Mischung „Sanfte Leichtigkeit“:
25 g Gelbe Jasminblüten
20 g Weidenrinde
6-12 g Chi Shao (Rote Pfingstrosenwurzel)
3-9 g Hong Hua (Saflorblüten)

Wirkung: Entspannend, beruhigend, reizlindernd, schmerzlindernd

Husten
Mischung „Rauer Sturm“
20 g Eibischwurzel
20 g Holunderblüten
10 g Primelwurzel
6–9 g Gan Cao (Ural-Süßholzwurzel)
3–9 g Bai Bu (Stemona-Wurzel)

Wirkung: Schleimlösend, reizlindernd, entzündungshemmend

Nervosität
Mischung „Ruhe der Mönche“
20 g Kamillenblüten
25 g Melissenblätter
6-12 g Mai Dong
(Schlangenbartwurzel)
1,5-6 g Wu Wei Zi (Schisandra-Früchte)

Wirkung: Beruhigend, entspannend, kräftigend

Die Kräutermischungen sind grundsätzlich in allen Apotheken erhältlich. Fragen Sie einfach Ihren Apotheker.

Das Buch zum Thema:

Prof. TCM (Univ. Yunnan) Li Wu & Apotheker
Jürgen Klitzner

Heiltees für Körper, Geist und Seele
304 wirksame Rezepturen aus den traditionellen Heilkulturen Chinas und Europas
1. Aufl. Mai 2013, € 17,95
Klappenbroschur, Mankau Verlag
durchgehend farbig, 222 Seiten
ISBN 978-3-86374-089-4
www.mankau.de








 

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