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Miracles

Vergebung bewirkt Wunder

Vor fünf Jahren war ich in meinem Leben an einem Tiefpunkt angekommen. Nach außen sah alles wunderbar aus, aber im Herzen und in den Beziehungen zur Familie war ich unglücklich. Zu dieser Zeit schenkte mir ein Freund das Buch „Ich vergebe – der radikale Abschied vom Opferdasein“ von Colin Tipping.
Schon beim Lesen „klickte“ es und ich konnte mein Leben und die Ereignisse in einem größeren Zusammenhang sehen. Dass nichts zufällig geschieht, sondern einen Sinn hat, den ich vielleicht bisher noch nicht erkannt hatte. Ich spürte erste Entlastung.
Was mich weiter beeindruckte, war die Tatsache, dass Colin Tipping keine Dogmen aufstellt, die ich glauben muss. Die Bereitschaft, dass es vielleicht so sein könnte, genügt völlig, damit Radikale Vergebung wirkt. Ich muss nichts Spezielles glauben. Obwohl ich von Jugend an ein spiritueller Mensch bin, ist mir diese Freiheit wichtig.

Das Motto lautet bei Tipping: „Fake it until you make it“ - Tu so, als wäre es so und schau, was sich dann einstellt. In diesem Sinne konnte ich mich locker darauf einlassen.
Colin Tipping hat einfache praktische Übungen entwickelt, die in der Regel zwischen 15 und 40 Minuten dauern. Die Übungen führen mich durch folgende Stufen:

• die Geschichte erzählen
• die Gefühle fühlen und anerkennen
• die Aspekte der Geschichte ausein-ander nehmen
• einen Wechsel in der Sichtweise in Richtung eines größeren Zusammenhangs mit Sinn für mein Leben einleiten
• diese Wandlung bis in alle Körperzellen integrieren

Ich kann die Methoden alleine anwenden, es braucht keinen Therapeuten dazu: Arbeitsblätter ausfüllen, einen sogenannten 13-Schritte-Prozess mittels CD durchleben u.v.m. Mir werden dabei Fragen gestellt in der Intention der o.g. fünf Stufen, die ich im Wesentlichen mit „Ja“ oder „Vielleicht“ beantworte und am Ende passiert ein Wandel – es klingt verrückt und es funktioniert!
Ich probierte die Werkzeuge also einfach aus und war erstaunt, wie sich mein Leben zu verändern begann. Nach jedem Arbeitsblatt oder 13-Schritte-Prozess fühlte ich Frieden, innere Ruhe, wuchs das Verständnis und die Liebe für mich und die anderen. Schon bald wollte ich mehr davon und besuchte mein erstes Seminar. Weil es noch tief greifender wirkte, machte ich direkt die Tipping-Ausbildung an der Akademie für Transformation und lernte Colin und seine Frau JoAnn als Assistentin auf seinen Seminaren näher kennen.

Was ist der Unterschied zwischen herkömmlicher und Radikaler Vergebung?

Herkömmliche Vergebung dauert – wenn sie überhaupt jemals gelingt – viele, viele Jahre, braucht sehr viel guten Willen und manchmal jahrzehntelange Therapie. Sie geht davon aus, dass etwas Schlimmes passiert ist, dass es ein Problem gibt. Selbst wenn ich dem anderen mit herkömmlicher Vergebung verziehen habe, besteht immer noch die Haltung, dass ich das Opfer einer ungerechten oder schlimmen Behandlung war. Ich bleibe also in der Opfer-Rolle und meine Energie ist reduziert. Bei der Radikalen Vergebung werden Werkzeuge eingesetzt, die innerhalb von Minuten einen „Shift“ in der Energie bewirken.

Jede Erfahrung ist sinnvoll

Bei Radikaler Vergebung wird davon ausgegangen, dass nichts Schlimmes passiert ist. Von höherer Perspektive aus betrachtet – auch wenn ich es mir nicht wirklich vorstellen kann – hat jede Erfahrung einen Sinn. Sie ermöglicht mir und meiner Seele Erfahrung, Reife und Wachstum. Dadurch gibt es kein Opfer und keinen Täter mehr, sondern es entsteht das Bewusstsein, dass wir uns gegenseitig gedient haben, um zu lernen und zu wachsen. Einer hat die Rolle des Täters und einer die des Opfers gespielt. Beides bringt Unannehmlichkeiten mit sich: Derjenige, der die Opferrolle übernimmt, leidet natürlich. Jedoch auch der Täter hat einen unangenehmen „Job“ auf sich genommen: er ist der Böse, der Leidverursacher und muss sich in einer Art und Weise verhalten, die weit entfernt ist von seinem tiefsten inneren Wesen.
Erst wenn ich erkennen und im Herzen fühlen kann, dass wir einen gemeinsamen Tanz miteinander getanzt haben, der uns beiden dienen kann, erst wenn ich aufwache und mich daran erinner, wer ich wirklich bin, geschieht Vergebung.
Die Energie, die vorher im Opfer-Gedanken und im Opfer-Gefühl gefangen war, wird unmittelbar freigesetzt. Ich erlebe inneren Frieden und kann meine Energie nun für andere Zwecke verwenden.
Um meine Geschichte zu Ende zu erzählen: Die Vergebung hat mir geholfen, in Frieden und gegenseitigem Verständnis die Ehe zu lösen, gemeinsam weiter Eltern zu sein und schließlich wieder in einer glücklichen Partnerschaft und mit den Kindern in freundschaftlicher Verbindung zu leben. Niemals hätte ich geglaubt, dass so viel Veränderung zum Besten für alle Beteiligten möglich ist. „Miracles“ - Vergebung bewirkt Wunder!

 

Kathrin Stamm

Die Arbeitsblätter und kostenlosen Downloads finden Sie unter www.vergebungheilt.de/downloads.php,
Infos unter www.vergebungheilt.de

Die Autorin ist Heilpraktikerin (Psychotherapie), lizensierter Tipping-Coach und Seminarleiterin.

Weitere Informationen unter:
www.leben-ist-wandel.de







 

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