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Klangtherapie

Eine alte Methode in der neuen Zeit

Grundsätzliches über Klang

Klang ist ein naturgegebenes Phänomen, das sich unseren Sinnen zeigt und in allem, was es gibt, zu finden ist. Diese Kraft hält niemals vollkommen still; jede Bewegung ist ein Schwingen, ein Vibrieren; von der dichtesten Materie bis zum Licht der Sonne, vom Atom bis zum Planeten. Jedes Schwingen ist Klang. Überall, wo Bewegung ist, ist Klang, denn sie sind untrennbar miteinander verbunden.
Tauchen wir in die Welt des Klangs und seiner Töne ein und halten wir fest, dass es um Bewegung, um Schwingung geht, so ist die Welt des Klangs reine Kraft. Demzufolge zeigen Geräusche, Töne auch ihre Wirkung. Hochklingende Töne können Gläser zum Bersten bringen.
Historische Schriften berichten von Wesen, die mit ihrer Stimme derart konzentrierte Töne erzeugen konnten, das Gebäude einstürzen konnten. Klang besitzt eine enorme physische Kraft und darüber hinaus eine seelische Wirkung. Diese kann je nach Eigenschaft des Geräusches, des Tones, des gesprochenen Wortes bedrohlich schädigend – beglückend heilsam sein.
Je zentrierter die reine Kraft eines Tones ist, desto deutlicher seine Wirkung. Schwingt er in der Frequenz von Harmonie und Belebung, so wird auch seine Wirkung in dichter Materie in dieser Weise sein.
Ein Ton drückt sich physikalisch gesehen als Schwingung einer bestimmten Frequenz in einer bestimmten Zeit aus. So ist jeder Ton Ausdruck einer Zahl pro Zeiteinheit. Zahlen und Töne sowie deren harmonisches Zusammenspiel sind Ausdruck einer Ordnung, die uns alle umgibt, in der wir alle leben. Diese Art von Ordnung spiegelt sich in den Rhythmen der Natur, als auch in denen des Menschen selbst wider.

Jeder Ton hat seine spezielle Klangfarbe

Als reinen Ton bezeichnet man eine bestimmte, aus der umfangreichen Welt der Klänge gelöste harmonische Schwingung in reiner mathematisch vollendeter Form. Jedoch ist dieses scheinbare „Ideal“ kaum zu finden, denn die Töne unserer Welt transportieren neben ihrer vollendeten mathematischen Grundschwingung auch untergeordnete, mitklingende Töne und somit Kräfte. Genau diese sind es jedoch, die dem Ton seine Farbe, seine Lebendigkeit verleihen – dies nennt man die „Klangfarbe“.

Der physische Körper ist ein Klangkörper

Auch der Mensch ist voller Klänge. Die von ihm hervorgebrachten Geräusche und Töne sind nicht nur eine Verkörperung physischer Energie sondern im Schwerpunkt geistiger Kraft. Schwingt und klingt der Mensch in seinen geistigen Bereichen in Form von Zufriedenheit, Liebe und Lebensfreude, so werden seine Körperzellen in dieser konstruktiven Weise in Resonanz sein. Die im Menschen bestehende Wechselwirkung seiner Gedanken mit seinen Emotionen und seinem Körper sind bekannt.
Jede Materie mit ihrer individuellen Klangfrequenz reagiert auf sie berührende Klänge, die in ihrer Eigenfrequenz liegen; im Menschen im physikalischen Körper sowie besonders im Bereich des seelischen Erlebens. So gibt es Schwingungen, Stimmungen und Eindrücke verschiedener Art, auf die wir eine Resonanzbereitschaft zeigen. Wir stimmen uns auf diese Schwingungen und Frequenzen ein und schwingen mit. Hierbei handelt es sich um das Gesetz der Resonanz. Jeder Ton und jeder Klang überträgt seine vibrierende Eigenschaft auf die ihn aufnehmende, mitschwingende Materie. Gleichschwingende Frequenzen und somit Kräfte verstärken sich dadurch gegenseitig.
Die benannten Eigenschaften des Klanges macht man sich in der Klangtherapie/der Klangheilung zunutze. Bei dieser Therapie handelt es sich um eine Reihe von verschiedenen Heil- und Behandlungsverfahren, die mit Hilfe von Klängen und Tönen (Ins-trumenten oder Stimme) Beschwerden lindern und heilen.

Die heilsame Wirkung des Klanges für das menschliche Befinden ist schon seit Jahrtausenden bekannt

Der Mensch lässt sich über den Klang von allen möglichen Umgebungsgeräuschen, worunter auch die menschliche Stimme fällt, bereits im Mutterleib stimulieren. Die zur Klangtherapie verwendeten Klanginstrumente sind recht unterschiedlich und die Auswahl richtet sich häufig nach der Kultur des Anwenders. So kommen z.B. Klangschalen, australische Instrumente, Naturgeräusche, klassische Musikinstrumente westlicher oder östlicher Prägung (Flöten, Gitarren, Sitars, Gongs, Stimmgabeln) und elektronische Synthesizermusik zum Einsatz.
Vibrationen des Klanges berühren materialunabhängig alles, was sich in ihrem Wirkungsfeld befindet. Es gibt keine Grenzen für diese Schwingungen/Vibrationen, sie können z.B. durch eine Mauer, durch ein Gehäuse, durch Gewebeschichten abgeschwächt werden, jedoch kommt es immer zu einer Resonanz. Die Vibrationen der Klänge bringen jedes Gewebe, jedes Material in Bewegung – ins Schwingen. Der Klang muss nur entsprechend deutlich in seinem Ausdruck sein, um scheinbar auch sehr feste Materialien zu bewegen.

Methoden der Klangtherapie:
Phonophorese

Phonophorese, auch Tonpunktur genannt, ist das Anwenden von Schwingungen, die mit Stimmgabeln auf Muskeln, Knochen, Organe, Chakren und unterschiedlichen Körperzonen übertragen werden; z.B. eine gezielte Klanganwendung mittels Bergkristall-Stimmgabel.
Hierbei wird die Stimmgabel auf bestimmte Punkte (meist Akupunkturpunkte und Meridiane) gesetzt. Die Resonanz der Schwingungen harmonisiert und stärkt das Energiesystem und regt so die Selbstheilungskräfte an. Die im Körper spürbare Vibration der Klänge bewirken – oft gleich nach dem Aufsetzen der Stimmgabel – ein Wohlempfinden. Wird der Schaft der Stimmgabel z.B. auf das Brustbein gehalten (Asthma, Bronchitis, spastische Bronchitiden), ist oft ein befreiendes Durchatmen die erste Reaktion.
Die Stimmgabel-Tonpunktur wird alternativ zur Nadel-Akupunktur eingesetzt; z.B. bei Kindern oder bei Angst vor Nadelstichen.

Stimmtönung

Sie kann punktuell als Tonpunktur und auch als Klangdusche eingesetzt werden. Sie kommt zur Anwendung bei körperlichen Disharmonien sowie in der Bewusstseinsarbeit zur Klärung von Themen und zur Ausrichtung auf eigene Ziele.

Klangschalenmassage

Es werden Klangschalen in verschiedenen Tonlagen am Körper und in der Aura eingesetzt. Die Wirkung ist krampflösend, entspannend. Durch eine differenzierte Auswahl der Klangschalen vor jeder Anwendung kann die Wirkung auf ein bestimmtes Krankheitsbild oder auf einen bestimmten Aspekt in der Bewusstseinsarbeit abgestimmt werden.
In meiner Praxis kommen Klangschalen aus Metall, mit Halb- und Edelsteinschwingung und auch Bergkristall zum Einsatz. Hierbei gilt es zu beachten, dass jedes Material seine individuelle Klangschwingung zeigt und entsprechend in den Anwendungen eingesetzt wird.

Anwendungsbeispiele von Kristallklangschalen

Citrinklänge finden Anwendung bei der Stimulation des Nerven- und Hormonsystems, bei Gastritis und zur Stimulierung von Bauchspeicheldrüse und Leber. Amethystklänge werden in der Schmerztherapie (Migräne), bei Vegetativer Dystonie; Schlaflosigkeit und Stoffwechselerkrankungen eingesetzt. Rosenquarzklänge kommen bei Herzschwäche, Depression oder auch Hypotonie zur Anwendung. Rubinklänge werden eingesetzt in der Augenheilkunde, bei Anämie und Leukämie, zur Herz-Kreislaufstimulierung.

Wirkung der Klangtherapie

Ein wesentlicher Aspekt vieler, wenn nicht sogar aller Krankheitsbilder ist eine Zell- bzw. Gewebestarre verbunden mit Unelastizität, Unflexibilität, Funktionsverlust. Teils entsteht diese Starre durch Übersäuerung, jedoch auch durch Traumen, die wiederum eine Gewebeübersäuerung zur Folge haben. In Anlehnung an die chinesische Medizin mit ihrem Meridian- und Chakren-System handelt es sich bei jedem Symptomenkomplex um einen Ausdruck von disharmonischem Energiefluss im betroffenen Körperbereich.
Wie bereits erwähnt, entstehen bei jeder Bewegung Geräusche, auch wenn wir sie über unser physisches Ohr nicht erfassen. Ebenso ist es mit unseren inneren Stoffwechselabläufen; auch hier entstehen minimale Geräusche. Gleiche Zelltypen einer Gewebeart lassen eine harmonische, minimale Geräuschkulisse entstehen; sie sind im Einklang miteinander.

Jeder Gewebetyp, jedes Organ hat seine eigene Klangfrequenz

Stellt sich eine Störung im Zell- oder im Gewebestoffwechsel ein, so ist der Einklang nicht mehr gegeben. Es kommt zu disharmonischen Klangmustern und Frequenzen. Damit geht ein veränderter Energiefluss sowie Fehlfunktionen des betroffenen Funktionsgewebe einher.

Anwendungsbeispiele:
Tinnitus

Tinnitus stellt ein typisches Krankheitsbild der Überlastung dar und entsteht meist durch beruflich oder privat bedingten emotionalen und körperlichen Stress. Meist ist keine organische Störung zu finden.
Eine Klanganwendung konfrontiert den Patienten mit Frequenzen, die dem Tinnituston ähneln. Durch das sanfte Schwingen und Kommen und Gehen der Klänge einer Klangschale wird dieser Ton während einer Klanganwendung jedoch als angenehm wahrgenommen. Zudem schwingen ähnliche Frequenzen mit und vermögen die „Tonstarre“ im Ohr zu lösen.
Die permanente für den Patienten quälende „Tonspitze“, die in ihrer Frequenz wie festgefahren scheint, wird durch die Berührung mit den Tönen der Klangschale bewegt und in ihrer Permanenz unterbrochen. Bei mehrfacher Anwendung löst sich der Tinnittuston nach und nach auf und schmiegt sich wieder in die Vielzahl der Geräusche und Töne in unserem Ohr ein. Die Anspannung in den betroffenen Nerven wird entlastet. Daraus ergibt sich Entkrampfung, Entspannung und zuletzt Auflösen der Überforderung. Mit weiterführenden Sitzungen entsteht über die Wirkung von Klängen eine dem menschlichen Ohr und den dazu gehörenden Nerven naturgegebene Ordnung.

Verspannungen/Muskelhartspann

Verspannungen im Schulter Nackenbereich, Muskelhartspann paravertebral, Cervico-Brachialgien, Ischialgien, akute Wirbelblockaden sind mit der Klangtherapie gut zu lösen.
Trifft Klang auf den Körper, so breiten sich aufgrund des hohen Wassergehalts im Körper Schallwellen aus und versetzen das durchdrungene Gewebe in Vibration. Es entsteht eine mitunter tief ins Inneren des Körpers stattfindende, behutsame Massage im molekularen Bereich. Dies geschieht unabhängig davon, ob einem die gehörten Klänge gefallen oder nicht.

Schmerztherapie/latente Azidose

In der Schmerztherapie vermag die Klangtherapie die vorherrschende Starre im Gewebe zu bewegen und nach einigen Anwendungen zu lösen, die vorhandene Energiefülle/leere ins fließen zu bringen und somit die natürlich Gewebeordnung wieder her zu stellen. Schmerzmitteleinnahmen können mindestens reduziert werden.

Weitere Indikationen/Einsatzgebiete

ADS/Hyperaktivität; Allergien; Arthrose; Chronische Bronchitis; Hyper- und Hypotonie; Krämpfe/Anspannung;
Ischialgie; Lähmungen; Migräne; Prellungen; Prüfungsangst; Sterbebegleitung; alle physischen und psychischen Spannungszustände

Vorteile der Klangtherapie

Es gibt diverse naturheilkundliche Therapien, durch die es zur Ausheilung von Krankheitsbildern kommen soll. Ziel ist es den Körper wieder in seine ursprüngliche Ordnung zu führen, und somit die naturgegebenen Abläufe wieder her zu stellen.
Die Wirkung von Klang entspricht diesem Ansatz, denn sie ist grundsätzlich ordnend und bewegend. Sie ist in ihren Eigenschaften den Naturgesetzen entsprechend, denn Klang ist Teil unserer Natur, unserer Welt.

Die Klangtherapie vereint einige Therapiemethoden in sich

Nehmen wir z.B. die Farbtherapie. Aufgrund der Klangfarbe eines jeden Tones, kann die therapeutische Arbeit mit Klang auch als Farbtherapie oder als bekannte Farb-Klangtherapie genutzt werden. Sie deckt mitunter den Bereich der Frequenztherapien wie Bioresonanz oder ähnliche mit ab, denn gerade die Berührung mit Frequenzen und Rhythmen wird in der Anwendung von Kristallklangschalen deutlich wahrgenommen.
Das Heilen mit Klang als eine uralte Methode zieht aktuell zunehmend in die naturheilkundlichen Praxen ein. Aufbereitet in den energetischen Rahmen unserer Zeit und eingegliedert in die westliche Medizin, stellt sie eine zukunftsträchtige Therapiemethode dar.

Karmel Herrmann
Heilpraktikerin, Buchautorin, Dozentin

Das Buch zum Thema:

Klang als Ausdruck reiner Liebe
Lichtheilen mit Kristallklängen
inklusive CD
Verlag: SZ-Druck
ISBN 978-3-932436-22-2
€ 24,50

Das Buch und Kristallklangschalen sind erhältlich unter:
www.kosmischeklaenge.com

Weitere Informationen, auch zur Schulung zum Klangtherapeuten/ - heiler bzw. zur Klangtherapeutin/ -heilerin unter
www.naturheilpraxisherrmann.com




 

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