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Editorial Ausgabe 6/2010 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am 29. Oktober erlag Bärbel Mohr ihrem Krebsleiden. Den Hinterbliebenen möchte ich an dieser Stelle mein aufrichtiges Mitgefühl aussprechen und ihnen viel Kraft für die vor ihnen liegende Zeit wünschen.

Die Konfrontation mit dem Tod und mit der Endlichkeit des Lebens berührt uns immer, vor allem natürlich die Angehörigen, Freunde und Bekannten. Der Tod von Bärbel Mohr erschütterte jedoch auch viele Tausende, die sie gar nicht kannten … vielleicht u.a. deshalb, weil damit gleichzeitig die Hoffnung starb, dass die Manifestation von Wünschen ganz einfach ist.

In dem Artikel ‚Begehre nicht deines Nächsten Haus‘, den Sie ab Seite 16 lesen können, befasst sich Peter Michael Dieckmann mit dem Thema Wunscherfüllung und wirft in ihm Fragen auf, die auch ich mir schon oft gestellt habe: Machen all die, deren Wünsche nicht in Erfüllung gehen, etwas verkehrt? Haben sie nicht die richtige Wunschtechnik angewandt? Sind sie zu unspirituell, zu ungeschickt oder gar zu dumm, um ihre Träume wahr werden zu lassen?

Ich glaube, wir sind mit der Annahme, unsere Wünsche so mir nichts dir nichts manifestieren zu können, der irrationalen Hoffnung aufgesessen, auch diesen Bereich unseres Lebens kontrollieren zu können und haben uns damit direkt in die ‚Fänge‘ unseres Verstandes begeben.

Die Kontrolle zu behalten bzw. zu erlangen ist wohl eines seiner stärksten Bedürfnisse und oft geißelt er uns förmlich im aussichtslosen Versuch, unser Leben in vorherseh- und kalkulierbare Bahnen zu lenken.

Es liegt in der Natur des Verstandes, sich in der Vergangenheit oder in einer imaginären Zukunft aufzuhalten, aber niemals im Hier und Jetzt. Wie ein Computer scannt er die ‚Dateien‘ aus der Vergangenheit und projiziert sie in die Zukunft, um Wahrscheinlichkeiten zu errechnen.

Doch das Leben hat mit Wahrscheinlichkeitsberechnungen nichts zu tun. Es findet im Jetzt statt und besteht aus so Vielem, wozu unser Verstand gar keinen Zugang hat. Indem wir unsere Aufmerksamkeit auf ihn und damit auf Vergangenheit und Zukunft richten, verpassen wir die vielen kleinen und großen Wunder, die das Leben in jedem Moment für uns bereit hält.

Was bedeutet es, wenn wir uns intensiv mit der Erfüllung unserer Wünsche beschäftigen? Wir halten wir uns gedanklich nicht nur in der Zukunft auf, sondern manifestieren zudem im Hier und Jetzt einen Mangel! Denn wir konzentrieren uns doch nur dann auf unsere Wünsche, wenn wir das Gefühl haben, dass es uns an etwas fehlt. Und genau dieser Mangel wird uns dann im Außen gespiegelt.

Ich wüsche mir, dass die Beiträge dieser BALANCE-Ausgabe dazu beitragen, dass Sie erkennen können, in wie vielfältiger Hinsicht Sie schon jetzt viel reicher sind, als Ihnen das vielleicht bewusst ist.

Herzlichst
Ihre

Anke Schmitz

Anke Schmitz

 

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