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Editorial Ausgabe 2/2011 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

während ich diese Zeilen schreibe, laufen im Hintergrund noch die Nachrichten. Was gerade in Japan geschieht, erfüllt die Welt mit Entsetzen, Sorge und Fassungslosigkeit, obwohl sich wohl niemand von uns in das Leid der betroffenen Menschen wirklich hineinversetzen kann.

Möglicherweise ist unsere Betroffenheit auch durch die Erkenntnis so groß, dass auch wir uns sicherer wähnten, als wir es tatsächlich sind. Denn dass wir an einem Morgen aufwachen, der sich nur unwesentlich vom vorherigen unterscheidet, ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit, obwohl uns zumeist so vorkommt.

Jeden Tag ereignen sich unendlich viele Einzelschicksale, die das Leben der Betroffenen genauso dramatisch verändern, wie das Erdbeben das der Menschen in Japan veränderte. In den Medien hören und lesen wir von Unfällen, Bränden, Überschwemmungen u.v.a.m., doch auch Geschehnisse, über die die Medien nicht berichten, können das Leben von einem Tag auf den anderen drastisch verändern und wiegen für die Einzelnen genauso schwer wie eine Katastrophe für viele. Dass ein Morgen, an dem wir gesund und mehr oder minder glücklich aufwachen, alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist, haben uns die Geschehnisse in Japan deutlich vor Augen geführt.

In diesen Tagen frage ich mich, was mich an den Ereignissen genau berührt und damit direkt mit mir zu tun hat. Denn nicht nur Robert Betz betont, dass alles, was uns im Außen begegnet, nur widerspiegelt, wie es in unserem Inneren aussieht.

Auch der hawaiianische Therapeut Dr. Ihaleakala Hew Len – bekannt durch die Selbsthilfemethode Ho‘oponopono – vertritt diese Meinung und hat sie sogar unter Beweis gestellt: Er heilte eine ganze Station geisteskranker Krimineller, ohne einen von ihnen auch nur zu Gesicht bekommen zu haben. „Ich habe einfach den Teil in mir geheilt, der sie erschaffen hat.“ erklärt er seinen „Behandlungs“-Erfolg.

Ausnahmslos alles, was uns widerfährt, hat unmittelbar mit uns selbst zu tun, sagt auch er und: „Terrorismus, der Präsident, die Wirtschaft und alles, was du erfährst oder nicht magst – ist als deine Thematik da, um sie zu heilen. Im Grunde existiert nichts, außer als Projektion aus dem Inneren.

Das Geheimnis von Ho‘oponopono – und das eines jeden glücklichen und erfüllten Lebens – ist Selbstliebe und Verzeihen. Wir ändern also nichts dadurch, dass wir schimpfen, wettern und Schuldige suchen, sondern indem wir das genaue Gegenteil tun. Wir helfen niemanden dadurch, dass wir Mitleid empfinden, also mit-leiden, sondern indem wir auf unsere eigenen Gefühle achten.

Es ist – so ungeheuerlich und unvorstellbar das auch klingen mag – unsere Welt, die wir ‚da draußen‘ sehen. Und wenn wir sie ändern wollen, dann können wir dies nur in uns selbst tun.

Herzlichst
Ihre

Anke Schmitz

Anke Schmitz

 

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