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Editorial Ausgabe 6/2012 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

zur letzten BALANCE-Ausgabe im Jahr 2012 begrüße ich Sie ganz herzlich!
Der 21.12. und mit ihm das Datum, an dem der Maya-Kalender endet, steht vor der Tür. Allen Unkenrufen zum Trotz macht sich keine Weltuntergangsstimmung breit. Doch die Aussagen derer, die behaupten, das Ende des Maya-Kalenders würde auf einen gewaltigen Wandel hinweisen, dem sich die Menschheit zu unterziehen hat, scheinen sich zu bewahrheiten. Und der ist auch dringend erforderlich! Denn in einem – geschichtlich gesehen – verschwindend geringen Zeitraum von nur gut 100 Jahren haben wir es geschafft, dass unsere (Um-) Welt vor dem Kollaps steht.
Unsere Großeltern hätten vermutlich nicht nur bei Begriffen wie Interface, App, WLAN u.ä. verständnislos den Kopf geschüttelt, sondern auch bei solchen wie Burnout, Klimaerwärmung, BSE, Schweinepest, Vogelgrippe etc. Sie haben (mindestens) einen Weltkrieg erlebt und Schreckliches durchgemacht, das uns erspart geblieben ist. Aber können wir dennoch sagen, dass wir heute in einer besseren Welt leben?
Neulich schickte mir meine Tochter ein Foto, das sie bei Facebook gefunden hatte und das genau diesen Gedanken widerspiegelt. Auf einem schmutzigen Zettel heißt es hier:

Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien, mehr Bequemlichkeit, aber
weniger Zeit, mehr Wissen, aber weniger Urteilsvermögen, mehr Experten, aber größere Probleme.
Wir rauchen und trinken zu viel, lachen wenig, fahren zu schnell, regen uns unnötig auf, sehen zu lang fern, stehen zu müde auf, lesen zu wenig, denken selten vor, halten keine Zwiesprache mehr.
Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Welt reduziert. Wir wissen, wie man den Lebensunterhalt verdient, aber nicht, wie man lebt.
Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber können wir den Jahren auch mehr Leben geben?
Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr zu der Tür des Nachbarn. Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns gefüllt. Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile.
Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist, etwas darzustellen als zu sein. Wo Technik
einen Text wie diesen in Windeseile in alle Welt tragen kann und wo Sie die Wahl haben: Etwas zu ändern oder das Gelesene ganz schnell zu vergessen.

Ich hätte keine passenderen Worte zum 21.12. und zum Jahreswechsel 2012/2013 finden können. Indem wir uns wieder aufs Wesentliche besinnen, tragen wir zu der Veränderung bei, die unsere Erde und auch wir selbst so dringend brauchen.


Herzlichst
Ihre

Anke Schmitz

Anke Schmitz

 

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