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Editorial Ausgabe 1/2013 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ihnen allen wünsche ich ein frohes, gesundes, erfülltes und glückliches Neues Jahr! Schon jetzt bin ich gespannt darauf, was es für uns bereithält, wohin uns unsere Wege führen werden und welche Erfahrungen wir machen dürfen. Ich bin fest davon überzeugt, dass jede einzelne – auch wenn sie noch so belanglos erscheinen mag – ihren Sinn hat.
Neulich hantierte ich in der Küche und ließ dabei Geschirr fallen. Ich war in Eile und schimpfte in barschem Ton mit mir selbst: „Mensch, pass doch besser auf!“. Danach vergaß ich den Vorfall und erinnerte mich erst wieder daran, als ich den Artikel von Robert T. Betz „Liebevolle Kommunikation beginnt in uns selbst“ las, den Sie auf den Seiten 22 und 23 finden.
„Hör dir einmal selbst zu,“ rät er uns darin. Ein ausgesprochen guter Rat, wie ich finde. Wie sprechen wir denn mit uns? Wie behandeln wir uns selbst?
Auch in unserer Kommunikation und in der Art und Weise, wie wir mit unseren Mitmenschen, ja sogar mit unserer Umwelt umgehen, gilt „Wie innen so außen“. Gehen wir sanft, geduldig und respektvoll mit uns selbst um, wird es uns leicht fallen, unseren Mitmenschen genauso zu begegnen. Behandeln wir uns hingegen streng und lieblos oder zweifeln ständig an uns selbst, dann wird uns im Außen ebenfalls Strenge, Lieblosigkeit und Zweifel begegnen.
Bevor ich durch die Arbeit an der BALANCE begann, mich mit Themen wie diesen intensiv zu befassen, war mein Leben ein einziger Kampf, denn ich wusste nicht, dass all die Schwierigkeiten und Probleme, mit denen ich es im Außen zu tun hatte, lediglich den Kampf in meinem Inneren widerspiegelten.
Ich war es gewohnt, im Außen und in der Vergangenheit nach Schuldigen zu suchen, doch das ist ein müßiges Unterfangen. Stellen Sie sich vor, Sie würde sich bei einem Unfall das Bein verstauchen, dann ist vollkommen unerheblich, ob Sie oder ein anderer ihn verursacht haben. Denn einzig Sie allein können dafür Sorge tragen, dass das Bein wieder heilt.
Genauso verhält es sich mit unseren inneren Wunden. Es spielt keine Rolle, wer sie uns warum zugefügt hat. Es geht nicht um Recht oder Unrecht und auch nicht um Schuld oder Unschuld. Es geht nur darum, die Wunden zu heilen und das können nur wir ganz allein!
Ein erster Schritt könnte sein, dass wir beginnen, uns zuzuhören und unser Verhalten uns selbst gegenüber zu beobachten. In der Strenge entdecken wir dann vielleicht eine selbst aufgerichtete Mauer und im Zweifel Angst vor Verletzung.
Es müssen keine „großen“ Geschehnisse sein, die unserer Leben zum Positiven hin verändern können, denn jeden Tag laden und viele „kleine“ Erlebnisse zu genau dieser Veränderung ein.


Herzlichst
Ihre

Anke Schmitz

Anke Schmitz

 

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