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Editorial Ausgabe 2/2013 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

zur Frühlingsausgabe Ihrer BALANCE begrüße ich Sie ganz herzlich.

Ich genieße es sehr, auf der Terrasse sitzen zu können, während ich diese Zeilen schreibe. Dafür musste ich sie allerdings zunächst einer gründlichen Reinigungsaktion unterziehen, denn mein Hund hatte ein riesiges Loch gebuddelt und die Erde mitsamt fast
erblühten Krokussen und anderen aufkeimenden Blumenzwiebeln gleichmäßig auf Pflastersteinen und Gartenmöbeln verteilt.
Im ersten Moment kam Ärger auf, doch dann erinnerte ich mich an einen Satz, den ich neulich gelesen hatte: „Wenn es nicht so ist, wie du willst, dann musst du wollen, wie es ist.“

Zunächst wusste ich ihn auf diese Situation nicht zu übertragen, denn ich hatte viel zu tun und dazu gehörte in meiner Vorstellung ganz bestimmt nicht, die Terrasse in Ordnung zu bringen und die Blumenzwiebeln wieder einpflanzen zu müssen. Doch dann hielt ich inne und begriff, dass mein Ärger lediglich daraus resultierte, dass ich eine konkrete Vorstellung davon gehabt hatte, wie mein Arbeitsnachmittag auf der Terrasse hätte aussehen müssen. Im Grunde ärgerte ich mich also nur darüber, dass sich meine Vorstellung nicht erfüllt hatte.

Die Situation war noch genau dieselbe wie wenige Augenblicke zuvor, doch meine Wahrnehmung hatte sich komplett verändert. Anstatt ärgerlich zu sein, genoss ich die Frühlingssonne und die Auszeit von der Arbeit am Laptop. Ich war nun sogar dankbar dafür, dass mir diese Pause „verordnet“ worden war. In dem Moment also, in dem ich in Frieden mit dem war, womit ich es gerade zu tun hatte, war jeder Ärger wie weggeblasen.
Im Alltag begegnen wir unzähligen Situationen, in denen wir uns gegen das, was ist, auflehnen und merken dabei in aller Regel gar nicht, dass wir uns das Leben dadurch unnötig schwer machen.
Was haben wir davon, wenn wir uns beispielsweise über das Wetter ärgern? Besser wird es dadurch sicherlich nicht und unsere Laune genauso wenig. Indem wir unser Augenmerk auf das richten, was wir wollen anstatt auf das, was ist, verengen wir zudem unseren Blickwinkel und können die Alternativen nicht sehen, die sich bieten. Die Zeit im Stau könnten wir z.B. nutzen, um beim Hören einer schönen CD zu entspannen. Ein heißer Tee in der mollig warmen Wohnung scheint umso besser zu schmecken, je ungemütlicher es draußen ist. Und in weit größeren Herausforderungen wie Trennung oder Krankheit liegt vielleicht sogar die Chance für einen ganz neuen Lebensabschnitt.

Ich hoffe, dass die Artikel, die wir in dieser Ausgabe für Sie ausgewählt haben, dazu beitragen, dass auch Ihr Leben immer leichter wird und wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre.


Herzlichst
Ihre

Anke Schmitz

Anke Schmitz

 

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