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Editorial Ausgabe 3/2014 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor einer Weile tröstete ich eine gute Freundin, die sehr unter der Trennung von ihrem Partner litt. Bei anderen Menschen kann ich oft gut erkennen, worum es tatsächlich geht und so war mir rasch klar, dass es gar nicht die Trennung selbst war, unter der meine Freundin litt, sondern der Abschied von all den Hoffnungen und Träumen, die sie in Bezug auf ihre Beziehung gehegt hatte. Ich riet ihr, sich für den Abschied und für den damit verbundenen Schmerz Zeit dafür zu nehmen. Nicht ohne Grund heißt es „Abschiedsschmerz“.
Bei mir selbst hingegen bin ich häufig betriebsblind. Wie viele von Ihnen bereits wissen, habe ich mir ein kleines Wohnmobil gekauft und bin damit – da ich von dort aus ja auch arbeiten kann – mehrere Monate im Jahr unterwegs. Als ich im letzten Oktober in meinem mollig warmen Auto saß, Emails beantwortete und dabei durch das Fenster auf eine weiße Märchenlandschaft blickte, fühlte ich mich so „zu Hause“ wie schon lange nicht mehr und beschloss spontan, mein Haus in Wassenberg zu verkaufen.
Ganz begeistert von dieser Idee, wollte ich sie sofort in die Tat umsetzen, doch eine liebe Freundin aus Erkelenz machte mir einen Strich durch die Rechnung. Sie ist Heilpraktikerin für Psychotherapie und nicht selten habe ich das Gefühl, dass sie mich besser kennt, als ich mich selbst.
Katharina riet mir genau das, was ich meiner anderen Freundin auch geraten hatte: Mir für diesen Schritt Zeit zu nehmen. Noch ahnte ich nicht, dass auch er mit Abschiedsschmerz verbunden sein würde.
Ursprünglich wollte ich nur kurz nach Wassenberg fahren, den Hausverkauf einem Makler übertragen und dann sofort wieder aufbrechen. Doch von Katharina zum Bleiben „verdonnert“, begriff ich, warum sie mir diesen Rat gegeben hatte: Unbewusst hatte ich vor dem Abschiedsschmerz flüchten wollen. Vor noch nicht einmal drei Jahren hatte ich das Haus gekauft und mit viel Liebe – und auch mit ganz vielen Hoffnungen und Träumen – renoviert und eingerichtet. In meiner Fantasie hatte ich mich dort alt werden und mit künftigen Enkelkindern im Garten spielen sehen. Es galt also auch für mich, mir so viel Zeit und Ruhe für den Abschied von meinen Vorstellungen zu nehmen, bis ich dieses Kapitel meines Lebens reinen Herzens abgeschlossen hatte.
Danach ging alles wie von selbst. Nur vier Wochen, nachdem ich einen Makler mit dem Verkauf des Hauses beauftragt hatte, wurde er notariell beurkundet und nur wenige Tage später fand ich eine wie für mich gemachte Wohnung.
Aus dieser Erfahrung habe ich gelernt, wie wichtig es ist, innerlich wirklich abzuschließen und dass man das ohne kompetente Hilfe oft nicht schafft.
In dieser BALANCE-Ausgabe finden Sie zahlreiche Angebote, wo Sie solche Hilfe finden können. – Nutzen Sie sie, damit auch in Ihrem Leben bald alles wie von selbst geht.


Herzlichst
Ihre Anke Schmitz

Anke Schmitz

 

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